Mittwoch, 03.06.2020 23:57 Uhr

Schnelleres Deponieverbot u. Stärkung der Rezyklatmärkte

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Bad Homburg, 14.03.2020, 18:56 Uhr
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Ambitionierte Europapolitik für hochwertige Kreislaufwirtschaft
Ambitionierte Europapolitik für hochwertige Kreislaufwirtschaft   Bild: kunststoffverpackungen.de

Bad Homburg [ENA] Der Aktionsplan der EU zur Kreislaufwirtschaft sieht vor, schnelleres Deponieverbot und Stärkung der Rezyklatmärkte. Die EU-Kommission stellte am 11. März 2020 ihren neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft vor. “Um die Weichen für den notwendigen Wandel...

...Wandel in der Industrie zu stellen, hat die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen klare Erwartungen an diesen Aktionsplan: Ein schnelleres Ende des Deponieverbots für Kunststoffverpackungsabfälle und die Stärkung der Rezyklatmärkte sind die wichtigsten Stellschrauben”, erklärte der IK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Engelmann. Der Verband warnt vor den in Brüssel diskutierten Vorschlägen...

Erwartungen der Industrie an den Aktionsplan

...für Produktverbote und eine sogenannte Plastiksteuer. Die Nebenwirkungen solcher Maßnahmen wären schädlich für den Klimaschutz und die angestrebte Kreislaufwirtschaft. Die IK-Mitgliedunternehmen haben sich selbst ehrgeizige Ziele für eine bessere Kreislauführung ihrer Produkte gesetzt. Sie erwarten von der Politik, dass diese zwar die Ziele vorgibt, die Umsetzung allerdings den Unternehmen überlässt. “Die Industrie arbeitet im Rahmen der Circular-Plastics-Alliance bereits intensiv an der Umsetzung des Ziels, bis 2025 mindestens 10 Millionen Tonnen Kunststoff-Rezyklate einzusetzen”, erklärte Dr. Martin Engelmann.

IK erwartet von der Politik Impulse

Die IK erwartet von der Politik Impulse für die Entwicklung funktionierender Märkte für recycelte Kunststoffmaterialien, welche die von der Kunststoffverarbeitenden Industrie benötigten Mengen und Qualitäten liefern können. Sie setzt sich dabei für marktwirtschaftliche Maßnahmen zur Steigerung des Einsatzes von Recyclingmaterialien ein. Die Mindestquoten für Rezyklate in bestimmten Produkten hält die Industrie dagegen für den falschen Weg. “Bei vielen Verpackungen kann nicht gewährleistet werden, dass Rezyklate in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung stehen. Hinzu kommt, dass für etwa 44 % der Verpackungen strenge Vorgaben für die Lebensmittelsicherheit gelten, die einen Einsatz von Rezyklaten Rezyklaten stark einschränken”,...

...erklärte Dr. Schmidt mit entsprechenden Bedenken. “Es gibt andere Möglichkeiten, den Rezyklateinsatz effektiv zu fördern – etwa über finanzielle Anreize.” Die IK-Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e.V. vertritt als Branchenverband die Interessen der Hersteller von Kunststoffverpackungen und –folien in Europa.

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