Freitag, 05.06.2020 14:10 Uhr

Gedanken zu Rudolf Steiner

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 31.03.2020, 08:13 Uhr
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Wien [ENA] Vor 95 Jahren starb Rudolf Steiner. Ein Anlass, sich an ihn zu erinnern. Auch ich hatte in meiner Studienzeit Neugier verspürt Bücher von ihm zu lesen. Ich weiß nur noch, dass mich seine Texte berührten. Seine Sprache war anders, weicher und einfühlsamer als der harte Ton vieler philosophischer, sozialwissenschaftlicher oder naturwissenschaftlicher Bücher, die sich gerne als unumstößliche Wahrheiten präsentieren.

Steiner war damals ein Autor, der meine aufgewühlte, kritische Studentenseele etwas beruhigte und in dem Wirrwarr der Theorien- und Lebensentscheidungen Hilfe versprach. Aber es warteten noch so viele Bücher, Träume, Wünsche und Sachzwänge auf mich, sodass ich ihn bald wieder vergaß und mein Leben seinen Lauf nahm. Doch, auch wenn nur kurz, war er einer meiner Lehrer und heute begreife ich erst, was für eine herausragende Persönlichkeit er war. Er ist ein Lehrer der Menschheit, beeinflusste mit seinen Vorträgen und Büchern unzählige Menschen und öffnete ihnen den Blick für "höhere Welten" und den Sinn des Lebens. Der Grundgedanke seiner Lehren ist eigentlich einfach. Er bestimmte den Menschen als geistiges und vernünftiges Wesen.

Dabei zog er den Unterschied zum Tier und dem Rest der Natur sehr scharf. Aus diesen Erkenntnissen heraus sollte die ganze Gesellschaft so gestaltet sein, dass sich das Geistige ungehindert entfalten kann. Leicht gesagt, schwer getan, denn damit ist natürlich ein Umdenken und Umkrempeln vieler gesellschaftlicher Normen erforderlich. Übriggeblieben von diesen großen Träumen sind, neben vielen guten Büchern, hauptsächlich die Waldorfschulen, die eine kleine, feine Nische in der Pädagogik sind. Sein Leben war enorm arbeitsreich. Er studierte Mathematik, Philosophie, war Goetheforscher und entwickelte langsam die Anthroposophie. Angeblich hatte Steiner auch hellseherische Fähigkeiten Doch davon können Normalsterbliche nur träumen.

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